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Klimawandel und zunehmende Energieknappheit erfordern die gleichen Maßnahmen: Energiesparen, Energieeffizienz
und Erneuerbare Energien. Öl, Kohle und Atom sind Energieträger von Gestern. Nur Erneuerbare
Energien und Energieeffizienz bieten langfristig Versorgungssicherheit – und damit Energie, die für alle bezahlbar bleibt. Der Einsatz Erneuerbarer Energien ist damit auch eine soziale Frage und schafft außerdem neue Arbeitsplätze. All das kann und muss auch auf der kommunalen Ebene umgesetzt werden. Oerlinghausen ist mit seinen innovativen Stadtwerken gut aufgestellt. Im Stadtrat jedoch setzt fast ausschließlich die GRÜNe Ratsfraktion
Akzente. Es wird in der nächsten Wahlperiode deshalb eine unserer Aufgaben sein, die kurzsichtige und rückständige Denkweise im Rat zu überwinden.
Dafür setzen wir uns ein:
“100-%-erneuerbar“ für Oerlinghausen bis 2040 – der Einstieg muss jetzt beginnen!
“100-%-Erneuerbar“ muss kommen: mit Fotovoltaik auf öffentlichen Gebäuden, mit Bürgersolaranlagen (Dachflächenbörse), mit Biomasse, mit nachwachsenden Rohstoffen (Holz!).
Energieberatung für alle Oerlinghauser Bürgerinnen und Bürger
Wärmedämmung, Stromspargeräte, persönliches Verhalten – wer kennt sich wirklich aus in der Vielfalt der Handlungsmöglichkeiten? Oerlinghausen braucht dringend eine bürgernahe Energieberatung als Serviceangebot!
In der energetischen Gebäudesanierung erzeugt eine Energieberatung zusätzliche Aufträge für das örtliche Handwerk – der Blaumann wird grün!
Stadtwerke-Tarif für Ökostrom einführen
Wer schon jetzt 100% Ökostrom beziehen möchte, soll auch in Oerlinghausen die Möglichkeit dazu bekommen,
ohne den Stromanbieter wechseln zu müssen. Die Stadtwerke sollen daher einen Ökostromtarif einführen.
“Aufbauprämie“ für energetische Gebäudesanierung
In Privathaushalten werden 70% der Energie für Heizung und Warmwasser verwendet – gleichzeitig sind ca. 80% der Gebäude energetisch sanierungsbedürftig. Mit einer städtischen “Aufbauprämie“ wollen wir vorhandene
Fördermöglichkeiten ergänzen – auch zur Wirtschaftsförderung für das örtliche Handwerk.
Stadtwerke weiterentwickeln – Erneuerbare Energien und “KWK“
Die Oerlinghauser Stadtwerke haben mit mutiger und kreativer Geschäftspolitik in den letzten 20 Jahren Vorbildliches
erreicht – aber dieser Prozess muss weitergehen! Wir wollen – evtl. mit Unterstützung eines externen Büros – die Oerlinghauser Stadtwerke konzeptionell fit machen für “100-%-erneuerbar bis 2040“. Unsere Stadtwerke erzeugen nicht sämtlichen Strom in eigenen Anlagen, sondern kaufen auch Strom von außerhalb ein – bisher noch im üblichen “Strom-Mix“, also auch mit Atom- und Kohlestrom. Wir wollen nicht nur die Eigenerzeugung, sondern auch den Bezug zu 100% auf Erneuerbare Energien umstellen. Die “Kraft-Wärme-Kopplung“ (KWK) – das heißt die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme – ist eine hocheffiziente Form der Energieerzeugung; wir wollen sie in Oerlinghausen weiter ausbauen. Mittelfristig soll der Brennstoff Erdgas durch Erneuerbare Energien ersetzt werden (z.B. Holz).
“Klima-Tisch“ für Oerlinghausen einrichten
“Klima-Tisch“ – eine Institution, die es in manchen Städten bereits gibt: verschiedene Akteure und Einrichtungen
wie städtische Ämter, Stadtwerke, örtliche Architekten und Handwerker, Sparkasse, Energieberatungen und Agendagruppen arbeiten zusammen, um die Energiewende voranzubringen. Hier soll die Stadt Oerlinghausen
aktiv werden – auch als Förderung der örtlichen Wirtschaft!
Passivhaus-Standard im Neubau und bei städtischen Gebäuden anstreben
Im Wärmebereich ist eine perfekte Wärmedämmung wirksamer als Erneuerbare Energien – und wird dennoch immer wieder vernachlässigt. Gerade im Neubau rechnet sich eine verbesserte Wärmedämmung schon nach kurzer Zeit – späteres Nachdämmen ist viel teurer. Politik muss da vorausschauender handeln und entsprechende Vorgaben machen.