Bildung und Schule – Grüne Oerlinghausen https://www.gruene-oerlinghausen.de Oerlinghausen kann mehr – Zeit für Grün Sat, 23 May 2026 20:52:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://www.gruene-oerlinghausen.de/wp-content/uploads/2025/08/cropped-icon-32x32.png Bildung und Schule – Grüne Oerlinghausen https://www.gruene-oerlinghausen.de 32 32 Zwei Schulen. Eine Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte https://www.gruene-oerlinghausen.de/zwei-schulen-eine-entscheidung-fuer-die-naechsten-jahrzehnte/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/zwei-schulen-eine-entscheidung-fuer-die-naechsten-jahrzehnte/#respond Tue, 12 May 2026 13:54:52 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=20019

Die Ausgangslage ist eindeutig

Die Gebäude von Heinz-Sielmann-Schule und Niklas-Luhmann-Gymnasium sind in die Jahre gekommen und müssen in den kommenden Jahren umfassend erneuert oder saniert werden. Das wird viel Geld kosten – unabhängig davon, für welche Lösung man sich entscheidet.

Die entscheidende Frage lautet daher:
Nutzen wir dieses Geld, um Bestehendes zu erhalten – oder um es besser zu machen?

Eine neue räumliche Anordnung, in der beide Schulen eigenständig bleiben und räumlich näher zueinander liegen, schafft hier eine klare und nachvollziehbare Perspektive.

Für eine Variante, bei der beide Schulen auf der Straßenseite organisiert werden, auf der sich heute das Gymnasium befindet, erwarten wir nennenswerte finanzielle Einsparungen durch Synergieeffekte beim Bau und Betrieb, sowie eine Reduktion der insgesamt benötigten Fläche. Diese kleinere Fläche bietet dennoch ausreichend Raum, um beide Schulen eigenständig weiterzuentwickeln.

Was zunächst abstrakt klingt, wird im Alltag konkret: Weniger, aber besser gebündelte Fläche bedeutet geringere Baukosten, weniger Energieverbrauch und dauerhaft niedrigere Betriebskosten.

Gleichzeitig wird an anderer Stelle Raum frei – nicht irgendwo, sondern mitten in der Stadt.
Dort, wo heute eine Schule steht, entsteht Platz für Neues: für Wohnungen, für Familien, für kleine Läden, für Begegnung und für ein lebendiges Miteinander im Alltag.

Es geht also nicht um ein Projekt auf der grünen Wiese, sondern um die Weiterentwicklung eines bestehenden Ortes – unserer Stadt.

Zwei Schulen bleiben zwei Schulen

Wichtig ist dabei: Es geht nicht um eine Zusammenlegung.

Beide Schulen – das Niklas-Luhmann-Gymnasium und die Heinz-Sielmann-Schule – bleiben eigenständig, mit eigenen Gebäuden, eigener Organisation und klar getrennten Strukturen. Der Unterschied liegt allein in der räumlichen Nähe.

Diese Nähe schafft Möglichkeiten, ohne etwas aufzugeben.

Räume können besser genutzt werden, Infrastruktur kann sinnvoll gebündelt und Abläufe können effizienter organisiert werden. Was heute doppelt vorgehalten werden muss, kann künftig klüger und günstiger gedacht werden.

Zum Miteinander der beiden Schulen

In der Diskussion wird immer wieder die Sorge geäußert, dass zwei unterschiedliche Schulformen an einem Ort zu Spannungen führen könnten – dass Kinder sich abgrenzen, abwerten oder negativ beeinflussen.

Diese Sorge ist verständlich. Gerade Eltern fragen sich:
Wie wird mein Kind sich dort fühlen? Wird es respektiert? Wird es gut aufgehoben sein?

Entscheidend ist: Ein solcher Ort funktioniert nicht zufällig – er wird bewusst geplant.

Das Niklas-Luhmann-Gymnasium und die Heinz-Sielmann-Schule bleiben klar getrennt organisiert, mit eigenen Bereichen und eigenen Abläufen. Begegnung entsteht nicht ungeordnet, sondern dort, wo sie sinnvoll ist: in gemeinsam genutzten Bereichen, in klar definierten Situationen – nicht dauerhaft und nicht erzwungen.

Gerade darin liegt eine Chance.

Ein kooperatives Miteinander kann Unterschiede verständlich machen und man kann lernen, damit im Sinne eines gemeinsamen Miteinanders umzugehen. Vorhandene Unterschiede unnötig zu kultivieren, halten wir Grüne für den falschen Weg.

Und genau das entspricht der Realität außerhalb der Schule: Im späteren Leben, im Beruf und im Alltag arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Bildungswegen selbstverständlich zusammen.

Schule kann dafür ein erster, wichtiger Erfahrungsraum sein.

Unterschiedliche Lebensrealitäten bleiben bestehen – aber sie werden sichtbarer, greifbarer und damit auch verständlicher.

Ein solcher Rahmen schützt Eigenständigkeit – und schafft gleichzeitig die Voraussetzung für ein respektvolles Miteinander in einer gemeinsamen Gesellschaft.

Was sich konkret verbessert

Viele Familien entscheiden nach der Qualität des Schulstandorts im Alltag. Und hier zeigt sich, dass die bestehenden Strukturen an Grenzen stoßen: Räume fehlen, Fachräume sind ausgelastet, Abläufe sind nicht immer optimal organisiert.

Ein neu geplanter Standort bietet die Chance, genau hier anzusetzen.

Es entsteht ausreichend Platz für Unterricht, moderne Fachräume und eine klare Struktur, die im täglichen Betrieb funktioniert. Nicht als Übergangslösung, sondern mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte.

Dabei wird selbstverständlich auch das genutzt, was bereits gut funktioniert.

Die bestehende Mensa am Standort der Sekundarschule ist ein Beispiel dafür. Sie ist modern, funktional und fest im Schulalltag verankert. Sie bleibt für die Heinz-Sielemann-Schule erhalten. Darin zeigt sich auch der Grundgedanke dieser Planung: nicht alles neu zu machen, sondern Bestehendes sinnvoll zu nutzen und gezielt zu ergänzen.

Ein Thema, das viele beschäftigt: das morgendliche Verkehrs-Chaos und Parkplätze

Auch die teils chaotischen Verkehrs-Verhältnisse insbesondere morgens vor Schulbeginn gehören zu den Fragen, die in der Diskussion immer wieder auftauchen.

Und sie ist berechtigt. Denn viele Eltern erleben die Situation heute ganz konkret: volle Straßen am Morgen, unübersichtliche Situationen beim Bringen und Abholen, Unsicherheit für Kinder.

Ein neu geplanter Standort bietet auch hier die Chance, es spürbar besser zu machen. Eine Struktur, die darauf ausgelegt ist, von vornherein Stoßzeiten zu entzerren, muss ergänzt werden.

Die entscheidende Frage ist daher nicht nur, wie viele Stellplätze vorhanden sind, sondern ob die Situation im Alltag wirklich funktioniert: Klare Wegeführungen und übersichtliche Bring- und Abholbereiche können den Alltag deutlich entlasten.

Gleichzeitig entsteht durch die effizientere Nutzung von Ressourcen Spielraum, um Alternativen zu stärken: eine verlässliche Busanbindung, sichere Wege für Fahrrad fahrende und zu Fuß gehende Schülerinnen und Schüler, die den täglichen Verkehr insgesamt entlasten.

Statt gewachsener Strukturen, die immer wieder an ihre Grenzen stoßen, kann der Verkehr von Anfang an sinnvoll geplant werden – so, dass er im Alltag funktioniert und nicht ständig improvisiert werden muss.

Das Ziel ist klar: nicht einfach mehr vom Gleichen – sondern eine Situation, die spürbar besser funktioniert.

Warum diese Entscheidung für Eltern so wichtig ist

Am Ende geht es nicht nur um Gebäude oder Strukturen.

Es geht um eine einfache Frage: Wo soll mein Kind zur Schule gehen?

Viele Eltern entscheiden sich heute für Schulen außerhalb der Stadt. Manchmal nicht aufgrund eigener Erfahrungen, sondern wegen eines gewachsenen Eindrucks.

Das ist nachvollziehbar. Gleichzeitig zeigt es, wie wichtig Vertrauen ist.

Auch hier liegt eine Chance in der nun anstehenden Entscheidung.

Eine sichtbare, durchdachte Weiterentwicklung kann dazu beitragen, neue Perspektiven zu schaffen. Ein moderner, klar organisierter Standort zeigt: Hier wird investiert, hier wird gestaltet, hier entsteht etwas, das funktioniert.

Das kann dazu führen, dass Schulen vor Ort wieder als selbstverständliche und gute Wahl wahrgenommen werden.

Die eigentliche Entscheidung

Diese Entscheidung wird nicht jedes Jahr getroffen.

Sie wird einmal getroffen und wirkt dann über Jahrzehnte – in dreierlei Hinsicht:

  • Auf die Bildungsmöglichkeiten vor Ort, auf die Innenstadtentwicklung und auf die Finanzen unserer Stadt.
  • Wir investieren so oder so erhebliche Mittel.
    Die Frage ist nur, wie wir sie einsetzen.
  • Sichern wir den Status quo –
    oder nutzen wir die Chance, Strukturen so weiterzuentwickeln, dass sie langfristig besser funktionieren?

Diese Entscheidung betrifft nicht nur Gebäude.
Sie betrifft den Alltag von Familien.
Und sie prägt, wie Oerlinghausen in Zukunft lebt. Diese Entscheidung ist keine theoretische Abwägung – sie betrifft ganz konkret den Alltag unserer Kinder und Familien und darüber hinaus die Entwicklungsmöglichkeiten unseres Stadtzentrums.

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Bebauung der Wiese Pollmannsweg/Schulstraße https://www.gruene-oerlinghausen.de/bebauung-der-wiese-pollmannsweg-schulstrasse/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/bebauung-der-wiese-pollmannsweg-schulstrasse/#respond Fri, 26 Aug 2022 17:52:13 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=19158 In der jüngsten Bauausschusssitzung am 24.08.2022 stand eine Entscheidung zur Bebauung der Wiese Pollmannsweg / Schulstraße an. Konkret ging es darum, Für oder Gegen die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „03/14 Wohnen an der Schulstraße in Oerlinghausen“ zu stimmen. Vorhabenbezogen bedeutet, dass die Umsetzung des beantragten Projektes wie im verabschiedeten Satzungsbeschluss dargestellt, umgesetzt werden muss.

Die Mitglieder der Grünen Ratsfraktion im Bauausschuss stellten zunächst einige Anträge zur Änderung des vorgelegten Satzungsbeschlusses:

  1. „Zauberwald“ erhalten
    „Der sogenannte Zauberwald wird erhalten. Die Verwaltung prüft mit dem Investor, wie eine verminderte Anzahl an öffentlichen Stellplätzen auf bereits asphaltierter Fläche anderweitig im Planungsgebiet realisiert werden kann.“
    Die Anzahl der Parkplätze ohne die Fläche des Wäldchens erscheint ausreichend für das geplante Objekt. Das Wäldchen dagegen erfüllt eine wichtige Funktion als Spielort für den Schulhof und als Abgrenzung zur geplanten Bebauung. Es ist außerdem wichtig für die Klimatisierung des Geländes und könnte ein Ort der Begegnung zwischen Alt und Jung werden.

  2. Löschwasser
    „Es soll verbindlich festgeschrieben werden, dass z.B. Zisternen zur Löschwasserspeicherung gebaut werden müssen.“
    Die Stadtwerke Oerlinghausen weisen darauf hin, dass mit den vorhandenen Anlagen nicht ausreichend Löschwasser zur Verfügung gestellt werden kann. Im B-Plan wird nur geregelt, dass Nebenanlagen, wie Zisternen auch außerhalb der bebaubaren Fläche zulässig sind.

  3. Nahwärme
    „Es ist – ggfs. durch Vertrag – festzuschreiben, dass die vorhandene Nahwärme genutzt wird.“
    Der Anschluss an die Nahwärme wird zwar in Aussicht gestellt, aber nicht festgeschrieben.

  4. Bäume erhalten
    „Ältere Bäume in räumlicher Nähe sind zwingend zu erhalten. Eine Kann-Bestimmung ist nicht ausreichend. Diese Älteren Bäume sind in einem Plan darzustellen und die Befolgung des Erhaltsgebots zu überprüfen.“

  5. Naturschutz
    „Für die zu beseitigende Hecke ist z.B. im Randbereich zur Grundschule eine neue Hecke vorzusehen.“
    Artenschutz und Lebensraum für Tiere zu erhalten, darf nicht erst dann zum Tragen kommen, wenn immer mehr Arten vor dem Verschwinden stehen. Im übrigen befinden wir uns bereits in dieser Sitution. Artenschutz hieße besser vorbeugend Lebensraum zu erhalten oder mindestens zu kompensieren, wenn dieser entfallen soll. Das Pflanzgebot für Laubbäume deckt eine andere Art Lebensraum ab, als eine Hecke bietet. Es gibt rund um das Gelände der Schule und des Sportplatzes mit Sicherheit Platz für eine Hecke, die außerdem das Auge erfreut und dem Klimaschutz dient. Jedes Grün zählt.

Jeder dieser Anträge wurde mehrheitlich abgelehnt.

Anschließend erhielt jede Fraktion die Möglichkeit eine Stellungnahme zum Tagesordnungspunkt abzugeben. Dies ist die Stellungnahme der Grünen Ratsfraktion, welche vorgetragen wurde:

„Zu dem Gesamtprojekt „Seniorenwohnen in Lipperreihe“ hat die Grüne Ratsfraktion eine sehr differenzierte Meinung. Wir haben sehr intensiv Sachargumente abgewogen und diskutiert.

Zunächst einmal: Wir begrüßen, dass Seniorenwohnen und insbesondere Tagespflege kommen sollen. Das ist gut und richtig und notwendig. Und auch den geplanten Standort mitten in einem Ortskern halten wir für grundsätzlich geeignet.

Deswegen haben wir auch im November 2018 zugestimmt, in die Planungen mit einer sogenannten „großen Lösung“ einzusteigen. Ziel einer Planung ist aber immer, Lösungsvorschläge zu entwickeln, gemeinschaftlich zu bewerten und wenn erforderlich zu verwerfen und zu verbessern.

Die Planungen für das Seniorenwohnen in Lipperreihe haben einige Wandlungen erfahren.  Es gab sogar einen Moment im Juni 2020, wo sie von allen Parteien und der Bürgerschaft abgelehnt wurden.

Und nun haben wir einen Entwurf vorliegen, der gegenüber der abgelehnten Version zweifelsohne eine Verbesserung ist.

  • Es gibt keine Mauer mehr zu Schulstraße
  • Es sind Sichtachsen durch die Gebäudeblöcke verwirklicht worden
  • Die Massivität der Architektur ist aufgebrochen worden.

Aber eben auch nur aufgebrochen.

Noch immer bringt die Gesamtgröße des Objekts ein neues Format in die Umgebung, das wie ein Fremdkörper wirkt. Was an Breite aufgegeben wurde, ist in die Höhe gewachsen.

Die Realisierung des Wunsches nach verdichteter Bebauung statt ungehinderten Flächenfraßes ist eine Gratwanderung, hier offenbar zu sehr in Richtung „too much“ ausgeschlagen.

Noch immer kommen deutliche Zweifel auf, ob es sich um ein Gemeinwesenprojekt oder ein reines Investionsprojekt handelt.

Kein Zweifel besteht indessen, dass es sich nicht um ein innovatives Konzept handelt, weder inhaltlich, noch den Klimawandel berücksichtigend.

Die Vielzahl der Anregungen und Bedenken drückt aus, dass die Menschen in Lipperreihe sich sehr  intensiv und differenziert mit dem Projekt auseinandersetzen, dabei wird deutlich, dass sie eben nicht grundsätzlich gegen ein Projekt „SeniorenWohnen“ sind.

Ein zukunftsfähiges Wohnprojekt, in das man die Bürger:innen eingebunden hätte, hätte auch die Akzeptanz der Bürgerschaft gefunden und würde das Leben vor Ort bereichern.

Sämtliche Bedenken und Anregungen nun wie in der ersten Runde der Bürgerbeteiligung auch, pauschal als nicht relevant abzuqualifizieren, ist unangemessen. Es vertut die Chance Bürger:innen ernst zu nehmen und einzubinden. Genauso übrigens wie keine weitere öffentliche vor-Ort-Veranstaltung durchzuführen. Ja, das wäre unter Corona-Bedingungen schwierig, aber nicht unmöglich gewesen.

Das Thema Parkplätze bewegt die Gemüter – zu Recht. Der Investor weist eine den Verordnungen entsprechende Stellplatzzahl nach, für die wegfallenden Parkplätze soll ein Ausgleich auf öffentlichem Grund geschaffen werden- soweit die Fakten.

Dabei werden Alternativen zum Autoverkehr genauso außer Acht gelassen wie die Aufenthaltsqualität der Bewohner:innen sowie ein Ort für Begegnungsmöglichkeiten zwischen Schulkindern und Bewohner:innen.
Es fehlt z.B. an Ideen, wie der Öffentliche Nahverkehr noch besser angebunden werden kann.

Man haut kein Wäldchen mehr weg für mehr Parkplätze.

Auch aus Klimaschutz-Gesichtspunkten greift das Objekt zwar Möglichkeiten auf, aber immer noch zu kurz. Es gibt keine oder kaum Verpflichtungen, so dass zu befürchten ist, dass die meisten Überlegungen in diese Richtung bei der Umsetzung des Projekts kurzfristig wirtschaftlich erscheinenden Erwägungen zum Opfer fallen könnten.

Hier werden Chancen vergeben. Schade!

Insgesamt hat sich die Grüne Ratsfraktion entschlossen, das Objekt abzulehnen.“

Der Aufstellung des Bebauungsplanes wurde letztlich mehrheitlich zugestimmt, bei Gegenstimmen der Fraktion der Grünen sowie der Initiative Oerlinghausen.

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Wir wollen Schulen und Schüler*innen unterstützen https://www.gruene-oerlinghausen.de/wir-wollen-schulen-und-schuelerinnen-unterstuetzen/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/wir-wollen-schulen-und-schuelerinnen-unterstuetzen/#respond Mon, 27 Apr 2020 19:17:02 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=18166 In der Ratssitzung am 23.04.2020 hatte die Grüne Ratsfraktion beantragt, den Schulen beim derzeitigen „Distanz-Unterricht“ Unterstützung zu bieten. Z. B. bei der Bereitstellung notwendiger Videokonferenztools oder der Zurverfügungstellung digitaler Endgeräte für diejenigen Schüler*innen, welche diese nicht besitzen.

Gegen unsere Stimmen wurde beschlossen, hier erst einmal nur den Bedarf überprüfen zu lassen und erst später darüber zu beraten.

Selbst falls es nur wenige Schüler*innen in Oerlinghausen betreffen sollte: Ihnen muss geholfen werden und eine Entscheidung muss bald erfolgen! Hier zählt jeder Schultag mehr oder weniger, um gleichwertigen Zugang zu Bildung zu sichern. Wir setzen uns dafür ein, dass eine Entscheidung sehr zügig gefällt wird.

Warum fordern wir das?

Das Deutsche Schulbarometer hat in einer repräsentativen Umfrage unter Lehrer*innen herausgefunden, dass 28 % aller Lehrkräfte als eine der größten Herausforderungen zur Zeit einen Mangel an digitaler Ausstattung bei ihren Schüler*innen sehen. Weitere 14 % aller Lehrer*innen sehen im Mangel an eigener digitaler Ausstattung ein großes Problem. Hier wollten wir mit unserem Antrag schnell Abhilfe schaffen, indem die Stadt als Schulträger kurzfristig Leihgeräte organisiert, gegebenenfalls Kosten für Video-Plattformen zum regelmäßigen Austausch übernimmt und Kopier- und Druckkosten, wo immer nötig, übernimmt.

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Wir brauchen eine neue Schule! https://www.gruene-oerlinghausen.de/wir-brauchen-eine-neue-schule/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/wir-brauchen-eine-neue-schule/#respond Sun, 21 Oct 2018 13:40:28 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=17610 Wir brauchen sie mit Voraussetzungen für ein gutes Lernklima und mit hohen Umweltstandards. Dazu läuft ein aufeinander abgestimmter Prozess von Anforderungserarbeitung, über Architektenwettbewerb (mit unabhängiger Jury) über Planungsvergaben, Bauanträgen und Ausschreibungen.

Ja, es ist maximal ärgerlich, dass bei öffentlichen Bauvorhaben die Kosten davonlaufen und nicht bis auf den letzten Euro kalkulierbar erscheinen. Der seinerzeit angestrebte Kostendeckel wird nicht halten. Bei öffentlichen Baumaßnahmen verstärkt das vorgeschriebene Vergabewesen (Bundesrecht!) dieses Dilemma leider noch.

Aber es ist rein spekulativ, dass ein anderer Architekturentwurf, ein anderer Ort oder ein anderer Planer daran etwas ändern würde.

Um dem zu begegnen, wurde der ausgewählte Entwurf bereits überarbeitet und inhaltlich und optisch, in Absprache mit der Schulleitung, reduziert. Die Umgestaltung der Fassade aufgrund schwieriger baulicher Umsetzung kritisieren wir als GRÜNE Fraktion. Das Architekturbüro wird in nächster Zukunft Alternativen entwickeln und erneut zur Diskussion stellen.

Es gilt, den Spagat zwischen einem sehr guten Ergebnis und den zu stemmenden Kosten auszutarieren. Leitlinine für die GRÜNE Fraktion dabei ist, dass es sich bei dem Bau einer Schule um eine Investition handelt. Nicht nur, dass eine Investition auch positiv in die Bilanz der Stadt Oerlinghausen eingeht: Es ist eine Investition in Bildung und in die Zukunft von Kindern. Das Thema „Schulen“ hat bisher immer parteiübergreifend ganz oben auf der städtischen Agenda gestanden und so soll es bleiben!

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Bürgersprechstunde in Lipperreihe https://www.gruene-oerlinghausen.de/buergersprechstunde-in-lipperreihe/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/buergersprechstunde-in-lipperreihe/#respond Sun, 21 May 2017 13:48:09 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=17368 Ist eine Schule in privater konfessioneller Trägerschaft eine Alternative für Lipperreihe?

Das wollten die Grünen am Samstag, den 20. Mai, von den Lipperreihern erfahren, um sich auf dieser Grundlage eine Meinung zu bilden. Was halten die Bürger von der Idee, in Lipperreihe eine städtische Grundschule in eine staatlich anerkannte konfessionelle Schule in privater Trägerschaft umzuwidmen? Wie stellen sie sich die Zukunft von Lipperreihe vor? Braucht es eine Grundschule vor Ort oder auch andere Möglichkeiten der Begegnung?

Viele Bürger kamen, um ihre Ansicht mitzuteilen. Es wurden verschiedene Auffassungen geäußert, jedoch waren sich die Bürger grundsätzlich darin einig, dass es im Ortsteil eine Grundschule geben sollte.
Während einige insbesondere den Verkauf des Schulgeländes, aber auch eine Schule in Trägerschaft eines konfessionellen Vereins sehr kritisch sahen, betonten andere die Wichtigkeit, überhaupt eine Schule vor Ort zu haben – sei es nun eine einzügige städtische Schule oder eine konfessionell gebundene- Hauptsache, die Lipperreiher Kinder können zu Fuß zur Schule gehen.
Es gab auch Stimmen, die die Idee einer konfessionellen Schule befürworteten und sich freuen würden, wenn es eine solche Schule in Lipperreihe gäbe.

Darüber hinaus wurden auch viele Ideen geäußert, welche Alternativen es für die Nutzung des jetzigen Schulstandortes gäbe. Zum Beispiel die gemeinsame Nutzung des Gebäudes für die Jugendarbeit, Räumlichkeiten für die AWO, vielleicht eine Tagespflege für Senioren. In jedem Fall überhaupt Begegnungsmöglichkeiten für die Lipperreiher: eine Stadtteilbücherei, die Nutzung der Aula für Konzerte, Lesungen, Kino, kulturelle Veranstaltungen u.v.m.

Ein weiterer Vorschlag lautete, mit benachbarten Städten zu kooperieren. So könnten beispielsweise Dalbker Kinder, die aufgrund Raummangels nicht vor Ort unterkommen, die Lipperreiher Schule nutzen und damit den Erhalt sichern.

Hier finden sich die auf Karteikarten abgegebenen Meinungen.

Viele Fragen, wie genau sich eine private Trägerschaft der Schule auswirken würde, blieben – auch für uns – offen:

  • wie wird der Unterricht inhaltlich gestaltet?
  • wird es eine Nachmittagsbetreuung geben?
  • gibt es eine Zusicherung, dass jedes Lippereiher Kind, das möchte, auch dort unterrichtet wird?
  • kann der TuS Lipperreihe langfristig die Turnhalle und die Umkleiden nutzen?
  • kann die AWO auch zukünftig ihre Seniorenweihnachtsfeiern in der Aula stattfinden lassen?
  • kann der Schulhof mit den Spielgeräten weiterhin nachmittags von den Lipperreihern Kindern genutzt werden?
  • wird sich die Schule am Leben im Stadtteil beteiligen, bspw. am Weihnachtsmarkt?
  • gäbe es eine Alternative für einen Stadtteilbegegnungszentrum?

All diese Fragen und noch viele mehr könnten auf einer Informationsveranstaltung gestellt werden. Wie gestern bekannt wurde, findet am Montag, den 29. Mai um 19.30 Uhr in der Kirche Lipperreihe eine Informationsveranstaltung unter Organisation einiger Lipperreiher Bürger statt. Es werden Vertreter der Stadt, der Georg-Müller-Schule sowie der August-Hermann-Francke-Schule anwesend sein. Jeder Lipperreiher Bürger sollte die Möglichkeit nutzen, sich dort zu informieren, Fragen zu stellen und seine Meinung zu äußern.

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Einladung zur GRÜNEN Bürgersprechstunde in Lipperreihe https://www.gruene-oerlinghausen.de/einladung-zur-gruenen-buergersprechstunde-in-lipperreihe/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/einladung-zur-gruenen-buergersprechstunde-in-lipperreihe/#respond Mon, 15 May 2017 14:21:52 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=17363 Die Entwicklung der Grundschule hält Lipperreihe weiter in Atem: Ratsbeschluss für einen einzügigen Standort Lipperreihe, Bürgerbegehren gegen den Ratsbeschluss und nun die Idee einiger Lipperreiher Akteure eine konfessionelle Privatschule (Träger wäre eine evangelikale Bekenntniskirche) anstelle einer öffentlichen Schule zu installieren. Das würde monatliches Schulgeld bedeuten und einen durch eine religiöse Ausrichtung geprägten Unterricht.

Nicht alle Eltern möchten ihre Kinder dort unterrichten lassen. Eine unlängst dem Bürgermeister überreichte Unterschriftensammlung gegen den Verkauf der Grundschule zeigt, dass das Meinungsbild im Stadtteil durchaus konträr ist.

Doch wie soll Politik nun entscheiden? Und auf welcher Grundlage? Daher möchten wir Sie direkt fragen, welche Meinung Sie vertreten und wie Sie sich die weitere Entwicklung in Lipperreihe vorstellen.

Wir laden Sie herzlich ein, am Samstag, den 20. Mai zwischen 9:00 und 12:00 Uhr vor der Bäckerei/Apotheke mit uns ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf Sie und einen angeregten Austausch.

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Grundschule für die Zukunft denken https://www.gruene-oerlinghausen.de/grundschule-fuer-die-zukunft-denken/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/grundschule-fuer-die-zukunft-denken/#respond Mon, 27 Mar 2017 09:21:19 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=17328 Grundschulverbund Lipperreihe/Südstadt: die Emotionen schlagen hohe Wellen, nun gibt es trotz eines vom Rat beschlossenen Kompromisses ein Bürgerbegehren. Die GRÜNE-Ratsfraktion macht mit diesem Text ihre inhaltliche Position deutlich und möchte damit dazu beitragen, die Debatte zu versachlichen.

Grundsätzliches

Die Debatte über die Neuausrichtung der Grundschule „im Süden Oerlinghausens“ wird leider nicht immer sachlich geführt. Emotionen aufgrund persönlicher Betroffenheit haben ihre Berechtigung, aber letztlich muss die Entscheidung von sachlichen Argumenten bestimmt werden. Und: als Ratsmitglieder sind wir der gesamten Stadt Oerlinghausen verpflichtet; das erfordert von uns, bei zu treffenden Entscheidungen grundsätzlich eine Gesamtbetrachtung anzustellen.

Das Verfahren zum Ratsbeschluss am 09.02.2017

Es war kein Geheimnis, sondern wurde offen kommuniziert: Der Rat hatte sich selbst „verpflichtet“, spätestens Anfang 2017 eine Entscheidung zur zukünftigen Gestaltung des Grundschulverbundes Lipperreihe/Südstadt zu treffen. Es soll die seit Jahren andauernde Ungewissheit endlich beendet werden. Dass dabei auch die Schließung eines der beiden bisherigen Teilstandorte eine von mehreren Optionen sein könnte, wurde spätestens im August 2016 klar. Der Rat beschloss da in öffentlicher Sitzung – ohne Gegenstimmen! – für den Fall der Schließung für den betroffenen Standort ein alternatives Entwicklungskonzept zu erarbeiten.
Dass es möglicherweise deutliche Änderungen in der Struktur des Grundschulverbundes geben könnte, war also bekannt.

Zunächst intern, dann in einer großen öffentlichen Informationsveranstaltung, informierte die Oerlinghauser Stadtverwaltung über die in Frage kommenden Varianten. Es folgten mehrere nicht-städtische Informationsveranstaltungen in Lipperreihe. In seiner Sitzung am 09. Februar 2017 beschloss der Rat dann einen Kompromiss-Vorschlag, der einen 2-zügigen Neubau in der Südstadt und die Beibehaltung eines 1-zügigen Teilstandortes Lipperreihe vorsieht. Dieser Beschluss – das räumen wir selbstkritisch ein – wurde vor der Beschlussfassung nur unzureichend kommuniziert.
Das ändert jedoch nichts an der sachlichen und zeitlichen Notwendigkeit.

Der zeitliche Hintergrund

Die Stadt ist rechtlich verpflichtet, die für einen ordentlichen schulischen Betrieb erforderlichen Grundschulen vorzuhalten (was in den Schulen „inhaltlich“ passiert, ist hingegen nicht Sache der Stadt; siehe unter „Pädagogisches Konzept).
Um dieser Verpflichtung auch „im Süden“ nachkommen zu können, drängt die Zeit; nicht umsonst hat sich der Rat hinsichtlich einer Entscheidung „selbstverpflichtet“:

  • Das Gebäude in der Südstadt ist in einem desolaten Zustand. Ein nach heutigen Maßstäben sicherer Brandschutz ist durch die Gebäudestruktur nicht durchführbar. Eine ursprünglich mal angedachte Renovierung ist unsinnig.
  • Die OGS in Lipperreihe ist überlastet. Nur durch die Nutzung der Vereinsräume des TUS Lipperreihe konnten letzten Sommer alle Kinder in die OGS aufgenommen werden – eine Notlösung, die schnellsten behoben werden muss und auch im Interesse der Eltern liegt. Es steht zu befürchten, dass im kommenden Schuljahr tatsächlich Kinder nicht aufgenommen werden können.
  • Eine zeitliche Verzögerung könnte erhebliche finanzielle Einbußen für die Stadt bedeuten, da aktuelle Zuschuss-Programme nicht rechtzeitig oder gar nicht in Anspruch genommen werden könnten (siehe dazu „die Kostenfrage“)

Die „Kostenfrage“ grundsätzlich

Eines vorweg: Bildung kostet Geld; sie ist zunächst immer ein finanzielles „Zuschussgeschäft“. Das gilt jedenfalls dann, wenn Bildung kostenlos sein soll. Die Zeiten des Schulgeldes liegen zum Glück schon lange zurück. Gesamtgesellschaftlich ist Bildung ein Gewinn. Die zur Zeit geführte Kostendebatte könnte verständlicher sein, wenn es um eine „Elbphilharmonie“ ginge. Aber es geht um eine Grundschule, um einen optimalen Lernort für ALLE Kinder. Gibt es eine bessere oder vernünftigere Investition als in Bildung?

Gegen eine genaue Kostenermittlung ist nichts einzuwenden. Doch was fängt man mit den Ergebnissen an? Ist die billigste Lösung die sinnvollste und zugleich auch eine zukunftstaugliche Lösung?
Wer glaubt im Bereich Bildung allein mit (betriebs-)wirtschaftlichen Maßstäben messen zu können, ist auf dem Holzweg.

Die „Kostenfrage“ bei diesem Projekt

Dass Bildung Geld kostet, darf natürlich nicht zu unangemessenem Umgang mit städtischen Geldern führen. Darum wurde bei der Entscheidung über die Zukunft des Grundschulverbundes die Kostenfrage immer mitgedacht. Auf den ersten Blick wäre eine Renovierung scheinbar kostengünstiger als ein Neubau. Aber nur scheinbar. Dass die Variante „Neubau“ – trotz der „höheren Zahlen“ – ernsthaft in die Prüfung einbezogen wurde, lag weder am Bürgermeister noch an einer der Ratsfraktionen. Es war stattdessen die Kämmerin (!), die darauf drängte, auch diese auf den ersten Blick teuerste Variante ebenfalls zu prüfen. Das Interesse der Kämmerin gilt einem möglichst „gesunden“ städtischen Haushalt.

Und siehe da: in einer Gesamtbetrachtung, die erstens langfristig angelegt sein muss und zweitens auch andere als Grundschulbelange in die Betrachtung einbezieht, stellt die Variante „Neubau am Standort Südstadt“ nicht nur schulisch, sondern auch finanziell die beste Variante dar! Ein Ergebnis, welches auch von Rat und Verwaltung so nicht erwartet worden war. Hinzu kommen womöglich noch Landeszuschüsse in siebenstelliger Höhe, die nur für den Standort Südstadt zu erhalten sind und diese Variante finanziell noch attraktiver machen.

„Pädagogisches Konzept“: Wieviel Mitbestimmung ist tatsächlich möglich?

Von Lipperreiher Bürgern wird immer bemängelt, dass der Ratsbeschluss zu früh getroffen wurde, weil ein „pädagogisches Konzept“ fehle. Dazu ist festzuhalten: Weder die Bürger, noch die Fraktionen, noch Verwaltung noch der Bürgermeister haben eine Entscheidungskompetenz über schulpädagogische Konzepte. Dies allein obliegt der Schulbehörde und der Schulkonferenz! Eine Mitbestimmung über schulpädagogische Konzepte hat die Elternschaft lediglich über die Schulkonferenz, in denen sie als Elternpflegschaft vertreten ist. Der Rat kann also gar kein „pädagogisches Konzept“ beschließen.

Im Übrigen: eine Schule wird für Jahrzehnte gebaut – pädagogische Konzepte ändern und entwickeln sich fortlaufend, wie die Erfahrung zeigt. Es wäre also unklug, jetzt einen Schulneubau exakt an ein bestimmtes pädagogisches Konzept anzupassen. Stattdessen muss so gebaut werden, dass zukünftig flexibel auf die Entwicklung pädagogischer Konzepte reagiert werden kann.

Wie stehen die GRÜNEN zum angestrebten Bürgerbegehren?

Mehr Mitbestimmung und direkte Demokratie – eine alte Grüne Forderung, die wir uns als politische Partei quasi in unsere Geburtsurkunde geschrieben haben.
Dennoch lehnen wir dieses Bürgerbegehren zum Grundschulverbund Lipperreihe/Südstadt ausdrücklich ab – aus inhaltlichen Gründen:

Die beschlossene Variante ist – wie dargelegt – aus GRÜNER Sicht die auch kostenmäßig bestmögliche Variante und duldet aus fachlichen und finanziellen Gründen keinen Aufschub.
Eine erneute Diskussion führt zu keinem anderen Ergebnis.

Allerdings: Rat und Verwaltung müssen aus diesem Sachverhalt lernen; eine bessere Kommunikation mit den Bürger*innen muss zukünftig selbstverständlich sein!
Dann sollte in Zukunft eine etwas merkwürdig anmutende Situation verhindert werden können:

Während es in anderen Städten Bürgerbegehren gibt, wenn Schulen geschlossen werden sollen, haben wir hier in Oerlinghausen ein Bürgerbegehren gegen den Neubau einer Schule…

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Rede zur Entscheidung „Grundschulstandort im Süden“ https://www.gruene-oerlinghausen.de/rede-zur-entscheidung-grundschulstandort-im-sueden/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/rede-zur-entscheidung-grundschulstandort-im-sueden/#respond Fri, 10 Feb 2017 11:09:04 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=17299  

– es gilt das gesprochene Wort –

Der Plan ist, eine neue Schule zu bauen. Die Stadt Oerlinghausen hat den Mut, die große Lösung zu wählen und eine neue moderne Grundschule für alle Kinder südlich der Berglinie zu bauen. Alle Kinder sollen gemeinsam von den bestmöglichen Rahmenbedingungen für gutes Lernen profitieren. Sie sollen alle gleichermaßen Zugang zur Betreuung in einer in die Schule integrierten OGS haben. Dieses „für alle gemeinsam“ hieße folgerichtig  am besten auch „an einem Standort“, das ist pädagogisch sinnvoll, organisatorisch praktikabler und als ein solches Vorhaben finanziell einfacher zu stemmen.

An dieser Stelle möchte ich ein großes Lob an die Verwaltung einschieben, die diese Entscheidung sehr gut vorbereitet hat, die selbst bereit war, eingefahrene Gedankenwege – Renovierungen werden, wie immer, schon reichen – zu verlassen und es unternommen hat, den Ratsmitgliedern auch vorher nicht denkbare Alternativen  aufzuzeigen.

„Für alle gemeinsam“ bedeutete aber auch die Aufgabe eines Standortes. Dem Gewinn an Raum und Möglichkeiten stünde ein Verlust gegenüber, den wir an dieser Stelle gar nicht erst versuchen wollen, klein zu reden.

Bei den Gründen für eine ortsnahe Grundschule treffen viele – die meisten? – Argumente jeweils für beide Standorte, Südstadt und Lipperreihe, gleichermaßen zu.

  • Kurze Beine, kurze Wege: fußläufige Erreichbarkeit (außer für die Kinder der Kernstadt)
  • attraktiv für junge Familien
  • Belebung des Ortsteils
  • Nähe zu Wald und Flur
  • Beibehaltung des gewohnten Status Quo

Bei der Abwägung für einen bestimmten Standort gilt es, spezifische Argumente für oder gegen den einen oder den anderen zu begründen.
Argumente gegen einen der beiden Ortsteile hat die grüne Ratsfraktion nicht gefunden.

Als Argumente für Lipperreihe blieben nach Abzug der gemeinsamen:

  • Große Außensportanlagen in direkter Nähe
  • Eine bessere verkehrliche Anbindung

Für die Südstadt sprechen aus unserer Sicht:

  • Einzugsgebiet der meisten Kinder
  • Eine große Doppelsporthalle in direkter Nähe
  • Räumliche Nähe zu Eltern, die sich mit Kontakt zur Schule schwerer tun
  • Möglichkeiten für Fördermittel im Rahmen des Klimaquartiers: eine Kostenfrage
  • Der Standort mit der schlechteren Gebäudesubstanz; Abriss und Neubau sind hier ohnehin angesagt, während eine teilweise Weiternutzung oder Umbau in Lipperreihe möglich ist: auch dies eine Kostenfrage

Wir wollen an dieser Stelle nicht verhehlen, dass wir in Abwägung der sozialen und finanziellen Argumente zu dem Schluss gekommen wären, die Schule ausschließlich am Standort Südstadt zu bauen und für Lipperreihe andere attraktive Perspektiven zu entwickeln. Leider konnten wir – Verwaltung und Rat – Teile der Bürgerschaft nicht überzeugen und auf diesem Weg mitnehmen.

Der hier und heute vorgelegte gemeinsame Beschlussvorschlag ist ein Kompromiss, der die Chancen eines Neubaus nicht vergibt und dem Wunsch Rechnung trägt, Liebgewonnenes behalten zu wollen.
Wir tragen ihn mehrheitlich mit, in der Hoffnung, dass er Ängste und Missverständnisse abbauen hilft.
Wir freuen uns aber auch darauf, in die Planung des Neubaus einsteigen zu können und wünschen uns rege Beteiligung!

gemeinsamer Antrag von SPD, Grünen, FDP und FWG

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Debatte zum Grundschulstandort https://www.gruene-oerlinghausen.de/debatte-zum-grundschulstandort/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/debatte-zum-grundschulstandort/#respond Tue, 31 Jan 2017 16:41:24 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=17293 Besorgt verfolgen wir die zur Zeit in den sozialen Medien geführte Diskussion und die damit einhergehende ungefilterte Verbreitung von Unterstellungen und Unwahrheiten. Einige Ratsmitglieder der GRÜNEN werden am kommenden Samstag (04.02.2017) bei der vom LiLi e.V. initiierten Veranstaltung dabei sein. Wir hoffen auf einen sachlich geführten Dialog – denn nur so geht Stadtteilentwicklung!

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Grundschulstandort im Süden Oerlinghausens https://www.gruene-oerlinghausen.de/grundschulstandort-im-sueden-oerlinghausens/ https://www.gruene-oerlinghausen.de/grundschulstandort-im-sueden-oerlinghausens/#respond Tue, 20 Dec 2016 09:10:25 +0000 https://www.gruene-oerlinghausen.de/?p=17233 Die Stadtverwaltung, die Schulrätin des Kreises Lippe sowie die Schulleitung des Grundschulverbundes Lipperreihe-Südstadt haben zunächst für den Rat, anschließend in einer öffentlichen Informationsveranstaltung
Fakten zur Zukunft beider Schulstandorte sowie mögliche Alternativen vorgestellt.

Deutlich wurde: Es ist ein komplexer Sachverhalt, der noch viel Abwägung und Offenheit für Argumente erfordert.
Für die GRÜNE-Fraktion ist das wichtigste Kriterium eine gute Schulbildung für ALLE Grundschüler. Nach Abwägung der Fakten – darunter viele neue Aspekte und Perspektiven – favorisieren wir die Variante „ein Standort statt bisher zwei Teilstandorte“. Das bedeutet eine dreizügig geführte Schule in Normalgröße.

Lehren und Lernen an nur einem Standort ermöglicht ein neues Raumkonzept, das pädagogischen Anforderungen und zukünftigen Herausforderungen der Integration und Inklusion gerecht wird. Es ermöglicht ebenso ein besseres Lernangebot und eine optimale Verzahnung mit der „Offenen Ganztagsschule“ und somit für viele Familien Beständigkeit.

Es bedeutet für uns ebenso Chancengleichheit im Bildungssystem. Wir sehen eine große Chance für eine richtig gute, neue und moderne Grundschule – wo genau, ist noch gemeinsam sachlich zu ermitteln.

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