Auf dem Weg in die Zukunft der erneuerbaren EnergienOerlinghauser Grüne im Technologiezentrum Lichtenau

Auf dem Weg in die Zukunft der erneuerbaren Energien


Oerlinghauser Grüne im Technologiezentrum Lichtenau



Bündnis 90 / Die Grünen Oerlinghausen veranstalteten Ende Mai eine Informationsfahrt zum Technologiezentrum (TZL) in Lichtenau (Kreis Paderborn). Mitglieder des Ortsverbandes und interessierte BürgerInnen informierten sich im dortigen Technologie- und Gründerzentrum für Zukunftsenergien über die Möglichkeiten und Chancen neuer regenerativer Energieformen. Zum Abschluss konnte eine Windkraftanlage aus direkter Nähe, bzw. für die ganz Mutigen von oben besichtigt werden.

Stadt als Teilhaberin

Eine GmbH mit der Stadt Lichtenau als Teilhaberin betreibt das dortige Technologiezentrum und bietet Unternehmensgründern aus dem Bereich der neuen Energien ein optimales Umfeld für ihre Geschäftstätigkeit. Die räumliche Nähe unter einem Dach bietet Möglichkeiten zur Netzwerkbildung und zum Erfahrungsaustausch. Dabei gehen die Anstrengungen der hier ansässigen Firmen nicht nur in Richtung neuer Energietechniken, sondern auch zur Einsparung von Energie oder der Vermeidung von Energieverbrauch.

Wachstumsmarkt Erneuerbare Energien

Der Geschäftsführer des Technologiezentrums, Günter Benig, erläuterte den Gästen aus Oerlinghausen engagiert und anschaulich die Rahmenbedingungen für neue Zukunftstechnologien im Energiesektor. Dazu zählen Biomasse, Sonnenenergie, Windkraft oder Geothermie. Das Zentrum in Lichtenau und deutsche Firmen im Allgemeinen genießen in diesem absoluten Wachstumsmarkt (das Marktpotential für die nächsten 15 Jahre liegt allein in Deutschland bei 30-40 Milliarden Euro) mittlerweile weltweit einen sehr gute Ruf – das ansonsten teils verstaubte „Made in Germany“ gilt hier wieder als Qualitätsmerkmal. Schwierige Rahmenbedingungen hierzulande, etwa die zögerliche Kreditvergabe der Banken und vor allem der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, bremsen die Branche jedoch etwas aus. So ist die Nachfrage weitaus größer, als die Firmen zu liefern im Stande sind.



Angesichts des Treibhauseffekts und der schwindenden Öl- als auch Uranvorräte – von den Risiken der Kernenergie ganz zu schweigen – ist die Energiewende hin zu den Erneuerbaren jedoch nicht nur notwendig, sondern auch dringend erforderlich. „Es ist nicht die Frage, ob wir irgendwann eine Energiewende hin zu den regenerativen Energien haben werden, sondern nur die Frage, wann das sein wird“, so Günter Benig.

Zukunftschance für Deutschland

Gerade auch als Wirtschaftmotor sind die erneuerbaren Energien von großem Nutzen, schaffen sie doch zahlreiche Arbeitsplätze. „Es ist eine politische Aufgabe, diese Zukunftschance in Deutschland nicht zu verschlafen. Das TZL in Lichtenau ist genau der richtige Ansatz dafür“, zeigte sich Manuela Grochowiak-Schmieding, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Oerlinghauser Stadtrat überzeugt.



Ein günstiges Klima für die erneuerbaren Energien hat auch in der Gemeinde Lichtenau selbst (einer der flächenmäßig größten Gemeinden in NRW) eine ganze Reihe an Windenergieanlagen entstehen lassen. An diesen sind zu großen Teilen die Gemeinde und die BürgerInnen Lichtenaus beteiligt und verdienen somit an dieser Zukunftstechnologie. Eventuell bestehende Vorurteile gegen diese Art der Energiegewinnung konnten durch diese breite Beteiligung, den daraus folgenden Mitspracherechten und nicht zuletzt dem kooperativen Vorgehen der Investoren ausgeräumt werden.



Zum Abschluss der Fahrt konnten sich einige Schwindelfreie unter den Oerlinghausern von der guten Fernsicht von einer Windkraftanlage überzeugen. Gut gesichert und mit einiger Kondition kletterten sie aus eigener Kraft bis zur Turbine hinauf, die stetig im Wind schaukelte. Einen solchen Ausblick, sowohl thematisch wie visuell, bekommt man nicht alle Tage geboten.

Weitere Links:

Technologiezentrum Lichtenau

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