10 Punkte für einen besseren Radverkehr

Einen Antrag auf Errichtung von mehr und besseren Radabstellanlagen in allen Ortsteilen haben wir bereits in der Juni-Ratssitzung eingebracht. Dieser wurde inzwischen angenommen, die Verwaltung sucht nach geeigneten Standorten.

Nachhaltige Mobilität, wie Radfahren oder ÖPNV, ist ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen den Klimawandel. Insbesondere der Radverkehr hat es  in Oerlinghausen aufgrund der Topografie, aber auch wegen Lücken im Radwegenetz und teilweise Mängeln in den bestehenden Radwegen oder unklarer Beschilderungen schwer. Dazu haben wir auch schon Rückmeldungen von den Einwohner*innen Oerlinghausens erhalten!

Im Bauausschuss am 9.10.2019 haben wir daher einen Antrag mit den folgenden zehn Punkten zur kurzfristigen Verbesserung des Radverkehrs gestellt:

1) Die vorhandenen Rad-/Gehwege werden repariert und aufgewertet. Eine Bestandsaufnahme der bestehenden Radwege wird zu einem Radwegebedarfsplan der nächsten Jahre fortgeschrieben.

2) Der Rad-/Gehweg Detmolder Str. zwischen der Oetenhauser Str. und der B66 soll kurzfristig repariert werden, damit die Anhebungen durch Baumwurzeln etc. sowie die gefährlichen Kanten im Bereich der Einmündung der Eichenstraße keine Gefahrenquelle mehr sind.

3) Die Verwerfungen im Asphalt an der Einmündung Holter Str./An der Bleiche werden beseitigt. Die Kreuzungs- und Querungssituation für Radfahrer – und Fußgänger –an der Einmündung Robert-Koch-Str. /Holter Str./Welschenweg (Kastanienkrug) wird deutlich verbessert.

4) Alle Rad-/Gehwege, auch die ehemaligen, mit und ohne Benutzungspflicht, werden mit Piktogrammen versehen, damit deutlich wird, dass sie mit Rädern befahren werden können und für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar wird, dass mit Radverkehr zu rechnen ist.

5) Entlang der Robert-Koch-Straße und der Zeppelinstraße wird ein Radschutzstreifen eingerichtet.

6) In allen Ortsteilen werden Einbahnstraßen zum Radfahren geöffnet.

7) Radwege sind regelmäßig zu reinigen und von Sand, Splitt und herabgefallenen Ästen zu befreien. Im Winter sind die Rad-/Gehwege gleichberechtigt mit den Straßen zu räumen.

8) Die vorhandenen Ampelanlagen sind fahrradfreundlicher zu gestalten. Sogenannte „Bettel-Ampeln“ sind durch eine reguläre Grün-Phase für Radwege zu ersetzen.

9) Zusätzlich zu besseren Abstellmöglichkeiten werden Aufbewahrungsmöglichkeiten für Gepäck angeboten. Ebenso sollen Fahrradboxen und Abstellplätze auch für Lastenräder vorgesehen werden.

10) Es werden Möglichkeiten für E-Ladestationen geprüft.

Die einzelnen Punkte unseres Antrags sollen nach Prüfung in den jeweils zuständigen Ausschüssen erneut auf die Tagesordnung gesetzt werden. Wir hoffen auf schnelle Ergebnisse.

Um den Radverkehr in Oerlinghausen langfristig – auch für Tourist*innen – attraktiver zu gestalten, muss noch einiges geschehen. Sie haben dazu Hinweise und Anregungen? Melden Sie sich bei uns unter kontakt@gruene-oerlinghausen.de

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