Sylvia Löhrmann zu Besuch im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen

An diesem Freitag freuten wir uns, die stellvertretende Ministerpräsidentin und NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann in Oerlinghausen begrüßen zu können.

Anlass des Besuches war ein neues Projekt des dortigen Archäologischen Freilichtmuseums. Karl Banghard, Leiter des Museums, stellte dieses neue Projekt zur Erinnerungskultur genauer vor.

Das Projekt befasst sich mit der musealen Darstellung der Germanen in den Gründungsjahren des Museums. Diese Anfänge lagen in den 1930er Jahren und waren daher stark NS-belastet und ideologisiert. Die Geschichte der Germanen wurde im Museumskontext politisch stark verzerrt interpretiert und  präsentiert. Geplant ist nun eine vergleichende Gegenüberstellung zwischen der NS-interpretierten germanischen Geschichte und dem heutigen wissenschaftlichen Stand zu diesem Thema. Damit soll verdeutlicht werden, welche Gefahren in einer ideologisierten Museumspädagogik liegen. Alle Teilnehmer waren sich in der anschließenden Diskussionsrunde einig, dass dies ein ungemein wichtiges Projekt ist – gerade um Kinder und Jugendliche für dieses Thema zu sensibilisieren und zu stärken gegen „Verführung“ rechter Demagogen.

v.l.: Karl Banghard, Moritz Ilemann, Sylvia Löhrmann, Dirk Becker, Manuela Grochowiak-Schmieding

v.l.: Karl Banghard, Moritz Ilemann, Sylvia Löhrmann, Dirk Becker, Manuela Grochowiak-Schmieding

Sylvia Löhrmann betonte ihre Unterstützung für dieses Vorhaben und verwies auch auf ihr Anliegen „Erinnern für die Zukunft“, um Kindern und Jugendlichen den „Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und Freiheit“ nahezubringen.

Die Grüne Ministerin war nicht angereist, um finanzielle Mittel zu versprechen. Aber ihre ideelle Unterstützung und ihr Werben für dieses „Erinnerungs-Projekt“ hilft hoffentlich den Verantwortlichen des Museums bei der Akquise notwendiger Gelder.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren

Verwandte Artikel