Schulentwicklung in Oerlinghausen jetzt!!!!

Das Schulentwicklungs- und Raumplanungs-Gutachten von Dr. Garbe Consult liegt den Fraktionen seit dem 20.03.2009 als Datei vor. Am Montag den 23.03.09 wurde es von Herrn Dr. Garbe im Schulausschuss vorgestellt. Das Gutachten bringt im Ergebnis keine Überraschungen.

  • An allen Schulen fehlen Arbeitsräume und –plätze für Lehrkräfte
  • Es fehlen Fachräume im Sekundarbereich
  • Der Einstieg in den Ganztag an den weiterführenden Schulen erfordert eine Raumplanung über die Mensaplanung hinaus
  • Die Anzahl an Klassenräumen im Sekundarbereich scheint ausreichend zu sein
  • In Zukunft werden zwei Grundschulstandorte ausreichen
  • Die Zukunft der Förderschule wird in Frage gestellt
  • Die Situation macht eine Gesamtüberplanung notwendig. Überlegungen und Planung wie die mangelhafte Raumsituation behoben werden kann, müssen sofort eingeleitet werden! Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen haben ein Recht darauf, dass nach jahrelangem Hinhalten endlich gehandelt wird.

    Für Oerlinghausen bietet sich jetzt die Chance, andere Wege in Sachen Schulstruktur zu gehen. Mit seiner jetzigen Schulstruktur ist Deutschland Spitzenreiter in der sozialen Ausgrenzung von Kindern mit Behinderung und sozialer Benachteiligung. Viel zu früh werden die Bildungswege unserer Kinder getrennt. In insgesamt 11 „Schubladen“ werden junge Menschen einsortiert! Dies ist ausgrenzend, diskriminierend und beschämend – darüber hinaus werden miserable Leistungsergebnisse erreicht.
    Vor diesem Hintergrund dürfen Schulstrukturfragen kein Tabuthema sein! Wir müssen Schule neu denken und den Aufbruch in ein gerechtes und leistungsorientiertes Bildungssystem wagen. Unsere Kinder sollen lernen in unserer Gesellschaft zu leben. Und sie leben in einer heterogenen Gesellschaft, einer Gemeinschaft mit unterschiedlichen Menschen, Menschen mit Stärken und Schwächen. Wie sollen junge Menschen Gemeinsamkeit und Toleranz erlernen, wenn sie in der Schule über Jahre hinweg separiert werden? Wir müssen aufeinander zu gehen und Schulen müssen zusammen gebracht werden. Warum fangen wir nicht damit an, dass wir unsere Kinder gemeinsam essen lassen? Die Entscheidung zwei weitere Mensen im Schulzentrum zu verwirklichen, sollte überdacht werden. Noch ist Gelegenheit hier die Reißleine zu ziehen.

    Welches Modell auch immer beschlossen wird: Weiter wie gehabt oder moderne Wege –ich fordere alle Fraktionen und die Bürgermeisterin auf, die Bremsen zu lösen, um alle erforderliche Energie in die Weiterentwicklung unserer Schulen zu leiten.

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